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Wie man mit Papyrus Autor eine Satzdatei für ein gedrucktes Buch bei Book on Demand erstellt (2. Teil)

15. Oktober 2016

Im ersten Teil habe ich kurz beschrieben, wie man in Papyrus das Seitenlayout einstellt, gewissermaßen die äußere Form, in die der Text eingefüllt wird . Heute geht es weiter mit dem Aussehen des Textes selbst. Das Folgende ist mehr eine geordnete Ansammlung von Notizen denn eine Anleitung, aber hoffentlich trotzdem einigermaßen nachvollziehbar.


  1. Der erste Schritt ist, sich für eine Schrift zu entscheiden. Für längere gedruckte Texte ist es üblich, eine Serifenschrift zu verwenden, da die durch die Serifen gebildete Linie dem Auge des Lesers eine leichtere Orientierung auf die Zeile bietet. So habe ich das zumindest gelesen. Es gibt eine Menge Schriften, und ich meine wirklich eine Menge. Drum im folgenden kurz ein paar Vorschläge, wie man bei der Auswahl vorgehen kann:
    a. Die erste Entscheidung die man treffen sollte, noch bevor man auch nur eine Schrift ansieht, ist, ob man lizenzpflichtige Schriften mit in die Auswahl nehmen will oder nicht. Das ist in erster Linie eine Frage des Budgets.

    b. Als nächstes habe ich mir Schriften angesehen (in meinem Fall lizenzfreie). Wie viel Zeit man in diesen Schritt investiert ist wieder eine Budgetfrage, in diesem Fall des Zeitbudgets. Ich habe im Endeffekt fünf Schriften ausgewählt, die mir am Computermonitor passend zum Text und gut lesbar erschienen.

    c. Mit diesen fünf Schriften habe ich jeweils eine Seite des Textes ausgedruckt, was auf jeden Fall empfehlenswert ist, da Schriften gedruckt anders wirken als am Monitor. Entweder wählt man nun selbst aus, welche der Seiten einem am besten gefällt, oder man macht eine kleine Umfrage unter Freunden und Bekannten. Wobei ich persönlich das Hauptaugenmerk auf gute Lesbarkeit gelegt habe. Hübsch ist zwar auch ein Kriterium, aber erstens ein subjektives und zweitens nutzt hübsch nix, wenn einem dadurch das Lesen erschwert wird.


  2. Hat man sich für eine Schrift entschieden, geht es an das Einstellen der Formatvorlage für den Fließtext. Man setzt den Cursor auf eine Textstelle in der gewünschten Formatvorlage. Dann klickt man in der Menuleiste oben auf das (A im Lineal) Symbol links neben dem Feld, das die aktuelle Formatvorlage anzeigt. Alternativ kann man ALT + F drücken. Im aufgehenden Popupfenster klickt man nun als erstes in der obersten Zeile auf [markieren], um alle Textstellen, die diese Formatvorlage verwenden zu markieren. Dann stellt man mit dem Button [Schriftstil] die Schriftart und Schriftgröße ein. Die Schriftgröße hängt von mehreren Faktoren ab, wie Buchformat und Schriftart, aber meistens bewegt sie sich im Bereich von 10 bis 12 Punkten.
    In gedruckten Büchern ist es üblich den Blocksatz zu verwenden, also stellt man unter [Sprache/Trennung] auch gleich noch die richtige Sprache ein und nimmt das Häckchen bei (keine Silbentrennung an dieser Stelle) heraus, sollte es gesetzt sein.
    Abschliessend auf [im Dokument setzen] und [übernehmen] klicken. [Schließen] klicken.

  3. Jetzt fehlt noch die Textausrichtung und der Zeilenabstand. Beides wird mit den entsprechenden Buttons in der Menuleiste eingestellt. Sobald man hier eine Änderung macht, geht ein Abfragefenster auf, in dem man auswählt, ob man nur diesen einen Absatz ändern will oder alle Absätze mit der aktuellen Formatvorlage. Wir wollen jeweils alle Format-Absätze ändern.
    Normalerweise sind Bücher wie erwähnt im Blocksatz gestaltet, also stellen wir als erstes den Fließtext auf Blocksatz um.
    Die letzte Einstellung die wir vornehmen müssen, ist der Zeilenabstand. Der ist wiederum von einigen Faktoren abhängig, wird aber in den meisten Fällen zwischen 1,2 und 1,5 Zeilen liegen.
     

  4. Als letzten Schritt überprüft man, ob mit der gewählten Schrift und dem gewählten Zeilenabstand der im ersten Teil eingestellte Textbereich des Seitenlayouts mit einer ganzen Zeile abschließt. Wenn nicht, passt man dort noch mal den Textbereich an, indem man ihn entweder ein paar Millimeter verkürzt oder verlängert.
     

  5. Hat man nun Schriftart, Schriftgröße, Textausrichtung und Zeilenabstand seinen Wünschen entsprechend geändert, empfiehlt es sich sehr, noch einen weiteren Textausdruck zu machen, bevor man dann daran geht den Buchsatz zu erstellen. Denn das ist sehr zeitaufwendig und jede nachträgliche Änderung bedeutet, dass man von vorne beginnen muss.

  6. Dokument speichern.

Im letzten Teil dieser Miniserie wird es dann um den zeitaufwendigsten Teil bei der Erstellung des Buchsatzes gehen, dem Anpassen des Textes auf bestmögliche Lesbarkeit.

wortschmied
Hier geht es zu Teil 3

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