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Der Kaffee des Steuermanns

29. Januar 2013

Letzte Woche war ich zum ersten Mal in einem Starbucks, und es ist (fast) alles wahr.

Ja, man muß bei der ersten Dame mit der Bestellung auch seinen Namen angeben. Die schreibt ihn dann auf einen Schleife, zusammen mit der Bestellung, die sie an die zweite Dame weiterreicht, bei der man bezahlt. Die wiederum reicht ihn an die dritte Dame weiter, die den Kaffee zubereitet. Dass die drei Damen an einer vielleicht drei Meter langen Theke nebeneinander standen spielte ebensowenig eine Rolle, wie dass ich der einzige angestellte Kunde war. Muß so eine Prinzipsache sein, wie die ewig gleich Fragerei ob man Pommes und ein Getränk zu seinem Burger wolle.

Während die Damen stille Post mit meinem Kaffeehäferl spielten, hatte ich Gelegenheit, meinen Blick durch das Lokal schweifen zu lassen. Ja, über 80 Prozent der Gäste – und die Plätze waren gut gefüllt – hatten einen Laptop, ein Tablett oder eine Smartphone vor sich am Tisch liegen. Eine Frau schien auch tatsächlich damit zu arbeiten. Etwas erstaunt war ich, dass nur etwa die Hälfte der Geräte ein Appel-Logo trugen und der Rest Logos von verschiedenen Herstellern. Wo doch Appel wieder Rekordverkaufszahlen meldete, letzte Woche, wenn auch nicht ganz so hoch,  wie sich die Anleger das erträumt hatten.

Meinen Cappuccino Grande (das war noch der vertrauenerweckendste Name auf der Wandtafel mit den Kaffees) in der Hand setzte ich mich an einen glücklicherweise gerade frei gewordenen Tisch zu meinem Freund. Apropos Angebotstafel: Alles in Englisch, genau so wie die kleinen Kärtchen mit den Namen der angebotenen Kuchen und Brötchen. Vermutlich, damit sich die amerikanischen Touristen gleich zu Hause fühlen.

Während besagter Freund sich seinen Kaffee holen ging, verkostete ich schon mal den meinen und fand ihn erstaunlich trinkbar. Und das Grande war auch mengenmäßig absolut gerechtfertigt. Diesbezüglich gab es nichts auszusetzen. Der Kuchen war auch gut, auch wenn ich die im Namen erwähnte Banane nicht gefunden habe.

Was mir noch berichtenswert erscheint, ist das Zahlenkombinationsschloß an der Tür zum Vorraum der WCs. Dieweil während der halben Stunde die wir im Lokal waren, fünf Leute frohgemut den Schildern zum WC folgten und dann ihrem Drang unvermittelt Einhalt geboten sahen. Das der vierstellige Code für das Schloß am Ende der Rechnung aufgedruckt wird, war offenbar nicht nur mir unbekannt. Jetzt weiß ich es und sie wissen es auch, wenn sie es nicht schon wußten.

Was den Titel des Blogs anlangt, der Name Starbucks wurde von den ursprünglichen Gründern in Anlehnung an den Steuermann Starbuck in Melvilles ‚Moby Dick‘ gewählt. Das weiß ich, weil ich den Wikipedia Artikel gelesen habe. Der recht interessant ist, was den Werdegang der Kette angeht. Alleine die Geschichte des Logos von der barbusigen Sirene bis zur aktuellen, politisch korrekten, busenverdeckenden und bauchnabellosen ist… faszinierend.

Wie auch immer, es war eine Erfahrung.

es grüßt, immer noch brav 1000 Worte pro Wochentag schreibend
wortschmied

Die hier wiedergegebenen Meinungen und Erfahrung sind meine persönlichen. Wer anderer Meinung ist oder andere Erfahrungen gemacht hat, darf die gerne als Kommentar posten.

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