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Interludum: Facebookspiele (fast) ohne Freunde. Teil 5

11. Dezember 2012

Wenn ich beim Schreiben stecken bleibe, weil ich mir mal wieder den Plot zuwenig überlegt habe, oder weil meine Protagonisten plötzlich sprachlos sind, klickse ich gerne auf Facebook herum, während ich meinem Hirn Zeit gebe, sich die Sache zu überlegen. Da ich wieder zu schreiben begonnen habe, habe ich auch wieder ein paar neue (zumindest für mich) Facebookspiele ausprobiert. Ohne weiteres Vorgeplänkel folgt daher Teil fünf der beliebten Serie Facebookspiele die man spielen kann ohne seine Freunde zu nerven. (Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr und basieren auf dem Stand zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Eintrags)

Merlin the Game

Basiert offenbar auf einer (mir unbekannten) Fernsehserie und spielt sich im Prinzip wie Diablo im Browser: von der sicheren Stadt aus (Camelot) macht man sich auf zu (kurzen) Ausflügen in die Wildnis um Monster tot zu klicken. Das wird mit Gold und Erfahrung belohnt, womit man sich bessere Fähigkeiten und Ausrüstung kaufen kann um noch größere Monster umzuhauen. Die Abenteuer kann man übrigens auch zusammen mit einem ebenfalls spielendem Freund bestreiten, also im Multiplayer.
Die Grafik ist ebenfalls diablotypisch 3D von schräg oben und für ein Browserspiel in Ordnung. Angelegte Rüstung/Waffe wird am Charakter angezeigt, und die Charaktere und Kämpfe sind voll animiert. Beschränkt wird die Abenteuerlust durch den Proviant den die Abenteuer benötigen und der einmal alle 24 Stunden ausgegeben wird.
Die einzelnen Abenteuer sind durch eine in Dialogen erzählte Geschichte verbunden (und wiederholbar). Ein Spiel der Art, einmal am Tag einloggen und ein paar Minuten Monster klicken. Freunde nicht nötig, Echtgeldeinsatz nur wenn man mehr (auf einmal) spielen oder schneller an bessere Ausrüstung/Fähigkeiten kommen will.

Dynasty

Ist vom Spielprinzip her an Farmville angelehnt, allerdings wesentlich weniger klickintensiv und ohne die Notwendigkeit zu bestimmten Zeiten einzuloggen bevor die ganzen mühevoll gepflanzten Kürbisse wieder verrotten. Der Spieler kommt als verlorener Sohn nach dem Tod des Vaters auf die völlig heruntergewirtschaftete Farm heim und beginnt selbige wieder aufzubauen. Felder, Obstgärten anlegen und bewirtschaften, Hühner füttern und die Produkte in zuvor errichteten Geschäften verkaufen. Die Grafik geht eher in Richtung „realistisch“ und ist hübsch anzusehen. Einen Teil des Spielreizes macht auch die Möglichkeit aus, sein „Estate“ mit diversen Dekogegenständen aufzuhübschen. Ich spiele es noch nicht lange, bislang zumindest waren Freunde nicht nötig. Lediglich ein Gebäude benötigte Gegenstände die man von Freunden erbitten oder um Premiumwährung kaufen musste. Premiumwährung bekommt man in Maßen auch durch das Spielen selbst und ich hatte genug davon um das Gebäude damit zu kaufen statt Freunde zu belästigen. Kann sein, dass sich das im späteren Spielverlauf ändert und man dann eventuelle sehr lange spielen muss bis man genug Premiumgold erspielt hat, um ein bestimmtes Gebäude zu kaufen. Aber für ein bisschen stressfreies (fast zu stressfreies) Zwischendurch-Klicken allemal einen Blick wert.
Update (06.01.2013): Mittlerweile habe ich es ein wenig länger gespielt und muß meine Empfehlung zurückziehen. Sobald man über die ersten Anfänge hinaus ist, wird es ohne „Freunde“ unspielbar. Ausser man beschränkt isch darauf Geld zu scheffeln mit den Gebäuden die man hat und sein Gelände zu verhübschen, was aber den meisten schnell langweilig werden dürfte.

The Hotel Transylvania Game

Das Spiel zum Animationsfilm. Vom Spielprinzip nicht neu (Räume kaufen, einrichten und dann den ständig ankommenden Gästen zuweisen), aber knuffig umgesetzt. Und ich mag die Musik. Auch spielende Freunde kann man besuchen um Herzchen-währung zu bekommen für die man wiederum spezielle Gegenstände oder bessere Angestelltenzombies erstehen kann. Beides ist aber nicht notwendig zum spielen, außer man versteift sich darauf jede Quest zu machen. Da aber keine Geschichte erzählt wird, kann man auch gut spielen, ohne im geringsten auf die Quests zu achten, sobald man das sowieso einfache Spielprinzip erst einmal verstanden hat.
Abgesehen vom knuffigen Wuselfaktor und der netten Hintergrundmusik bietet das Spiel nicht wirklich viel. Ein bissl klicksen, den Werwölfen beim Baden zusehen und den Mumien beim Trinken in der Bar usw, das war es auch schon. Für MGAs die Plotprobleme wälzen empfehlenswert, für Spieler die eine Herausforderung suchen eher nicht.

Marvel: Avengers Aliance

Ist ein Spiel, das auf rundenbasierten Kämpfen zwischen den bekannten Helden und Bösewichtern des Marvel Comicuniversums basiert. Man bekommt eine Geschichte in Kapiteln und Missionen unterteilt vorgesetzt, die mit gar nicht mal so schlecht geschriebenen Dialogen erzählt wird, aber im Endeffekt läuft es immer darauf hinaus das man mit drei Helden gegen einen oder mehrere Bösewichte antritt. Die Kämpfe haben durchaus etwas taktische Tiefe, da die Helden jeweils einer Klasse angehören die nach dem Stein Schere Papier Prinzip funktionieren und jeweils eine spezielle Klassenfähigkeit haben. Außerdem hat jeder Held vier Kräfte (die man der Reihe nach frei schalten muß) die sich zwar hin und wieder gleichen aber nicht ganz. Genauso ist es mit den Bösewichten. Man kann also durchaus Rumtüfteln welche Heldenkombination am besten mit einer bestimmten Schurkengruppe fertig wird. Abgesehen von den Kämpfen im Storymodus gibt es auch noch einen PvP Modus, wo man gegen andere Spieler antreten kann. Der wird jedoch eher von Spielern dominiert, die auch Echtgeld investieren. Man kann aber auch durch kluge Taktik und überlegten Einsatz seiner Ressourcen eine auch im PVP einigermaßen überlebensfähige Heldentruppe zusammenstellen. Aber an die Spitze der „Ladder“ wird man meiner Einschätzug nach ohne Geldeinsatz (oder massenhaft Freunde die einem Geschenke schicken) nicht gelangen.
Freunde wenn man sie denn hat, kann man einmal täglich besuchen um Silbermünzen (vernachläßigbar) und Fortbildungspunkte (nötig für das Freischalten neuer Fähigkeiten und Ausrüstung) zu ergattern. Das Spiel spendiert einem Tony Stark als NPC Freund, also geht es auch ohne menschliche Freunde, allerdings ist der Fortschritt dadurch einigermaßen gebremst. Aber man kann definitiv auch ohne menschliche Freunde spielen und weiterkommen, es dauert nur länger. Von den heute vorgestellten Spielen ist Avengers Alliance sicher das abwechslungsreichste.

Merry Klicksing
wortschmied

Teil 1 der Serie findet man hier
Teil 2 der Serie findet man hier
Teil 3 der Serie findet man hier
Teil 4 der Serie findet man hier

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From → Interludum

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