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Interludum: Blackwell Bundle

12. Juni 2012

Nachdem ich in letzter Zeit bei meinen spontanen Buchkäufen kein glückliches Händchen hatte, wie im vorigem Eintrag berichtet, gibt es von der spontanen Spielkauffront erfreulicheres zu berichten: Nachdem die großen Spielepublisher ja immer mehr auf massive DRM-Massnahmen setzen (Erklärung hier, wer nicht weiß, was das ist),  was des öfteren zu zumindest zeitweiser Unspielbarkeit führt und zu sonst nichts 1) neige ich immer mehr dazu, Spiele auf GOG.com zu kaufen. Ursprünglich wurden dort nur „alte“ Titel (wenn auch angepasst auf aktuelle Betriebssysteme) ohne Kopierschutz angeboten, mittlerweile gibt es dort aber auch immer öfter aktuelle Titel. Zuletzt habe ich dort Duke Nukem 3D erstanden, für den schnellen Ballerspaß zwischendurch, und das Blackwell Bundle.

Letzteres besteht aus vier (zusammenhängenden) Adventures im klassischen Stil. Wobei sich das klassisch hauptsächlich auf die Grafik bezieht, die mit geschätzten 800×600 Pixeln, eventuell auch 1024×768 daherkommt. Die Steuerung ist an moderne Vertreter angepasst: es gibt nur Linksklick zum agieren und Rechtsklick zum ansehen. Keine fünf verschiedenen Mauszeiger wie anno dunnemals, als man zum Aufheben eines Gegenstandes erst auf „pick up“ umschalten mußte und dann wieder zurück auf „look“ um das Teil anzusehen usw. Diese Art der Steuerung mag zwar nostalgische Gefühle auslösen, aber praktisch war sie schon damals nicht. Ich meine, wenn ich eine Person anklicke, dann weil ich mit ihr reden will, nicht weil ich sie schieben will, oder aufheben. Sprich, meist ist sowieso nur eine einzige Aktion pro Klick wirklich sinnvoll, abgesehen von „ansehen“.
Das Setting der Geschichten ist das heutige New York (bzw New York in den 70ern im zweiten Teil) und die Grundsituation ist die folgende: Die Familie Blackwell hat ein etwas ungewöhnliches Erbe: Jeweils eine von Ihnen ist ein Medium, das Geister sehen und mit ihnen sprechen kann. So weit so gut, oder zumindest noch nicht schlecht. Kompliziert wird das Ganze dadurch, das mit dieser Gabe auch die Verpflichtung einhergeht, ruhelosen Geistern, die die Weiterreise aus welchen Gründen auch immer nicht angetreten haben, zu ebendieser zu verhelfen. Die zweite Komplikation hört auf den Namen Joey Mallone und ist der Geist eines Privatdedektives, der als Dreingabe der Gabe an das jeweilige Blackwell-Medium gebunden ist. Gebunden wie in: Immer nur ein paar Schritte entfernt. Ab dem zweiten Spiel kann man jederzeit zwischen den beiden Charakteren wechseln, was auch des öfteren nötig ist. Denn Joey hat, dieweil ein Geist, einige Fähigkeiten die Menschen nicht haben, wie etwa durch verschlossene Türen zu gehen und sich auf der anderen Seite umsehen.
Die Geschichten kreisen wie zu erwarten meist darum, herauszufinden, warum ein Geist noch in dieser Welt herumspukt und ihn dann zu überzeugen, weiterzureisen. Die Rätsel sind größtenteils Dialogrätsel und seltener inventarbasiert.
Ich bin mittlerweile beim dritten Teil angelangt (sie scheinen mit jedem Mal etwas länger zu werden, wobei der erste relativ kurz ist) und bislang bin ich höchst angetan. Bei einem Preis von knapp 15 Dollar für alle vier Teile, was in Euro noch ein wenig weniger ist, definitiv empfehlenswert für Adventurefreunde. Erwähnenswert ist auch noch, dass sämtliche Dialoge voll vertont sind (englisch) und das in guter bis sehr guter Qualität.

Zum Blackwell Bundle bei gog.com gehts hier. Und ja, das ist Werbung, aber keine bezahlte.

So das war’s für heute
wortschmied
_________________

1) Zum Beispiel Diablo 3, wo durch den Onlinezwang zwar das Spielen des öfteren nicht möglich war , aber andererseits trotzdem Gegenstände erschummelt wurden, wie ich heute las.

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