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Interludum: Facebookspiele (fast) ohne Freunde. Teil 4

29. Mai 2012

Vielleicht täusche ich mich ja, aber meine Erfahrung sagt mir, dass es mit Facebook ab nun nur noch bergab gehen wird. Sobald eine Firma an der Börse ist gibt es Aktionäre und Aktionäre wollen Geld sehen für ihr Geld. (Abgesehen davon, dass es dumm ist, zu glauben, dass man mit einer Firma auf Dauer Geld verdienen kann, die nichts produziert.) Das wiederum bewirkt, dass früher oder später, meist früher, das Geschäftsmodell der Firma auf „kurzfristige Gewinne“ geändert wird, um die Aktionäre zufriedenzustellen. Was zur Folge hat, dass man die Kunden verprellen wird. Im Fall von Facebook voraussichtlich mit aggressiven Werbeeinschaltungen. Und die instabile Kursentwicklung und die zur Zeit anhängigen diverse Klagen werden diesen Prozess höchstwahrscheinlich noch beschleunigen.
Aber genug der Analyse. Im Moment gibt es Facebook noch und hier sind meine neuesten Empfehlungen Spiele betreffend, bei denen man nicht gezwungen ist, seine „Freunde“ mit Nachrichten zu bombardieren, die sie nicht interessieren.

Blackwood and Bell

Vom selben Hersteller wie Gardens of Time, selbes Spielprinzip, nur das Setting ist diesmal eine Detektivagentur im viktorianischen London mit einigen Steampunkeinflüssen. Sonst alles wie gehabt. Wer Wimmelbildspiele mag, kann einen Blick riskieren. Ohne Freunde zu spielen könnte aber wie auch in Gardens of Time herausfordernd sein, da man die Gartenobjekte rein auf ihre Tauglichkeit hinsichtlich ihres Reputationswertes platzieren muss um weitere Spielszenen freizuschalten.

Astro Garden

Vom Spielprinzip her an Paradise Island (das eingestellt wurde) angelehnt. Man baut Pflanzen an (die alle erst nach einem Tag verwelken, man muss also nicht zu bestimmten Zeiten einloggen), zieht Tiere groß, bastelt Waffen um sporadisch autauchende Wölfe, Yetis und Aliens (don’t ask!) zu bekämpfen und erforscht neue Pflanzen. Das ganze wird hauptsächlich durch Quests vorangetrieben. Das Gute ist, man hat auch hier einen NPC Nachbarn, bei dem man viele der Quests erledigen kann, die Arbeiten im Garten eines „Freundes“ bedingen kann. Und er schickt einem sogar täglich sinnvolle Geschenke. Ohne Nachbarn dauert es zwar ein wenig länger aber es ist fast alles machbar. Bislang hatte ich eine Quest, die ohne „Freund“-Nachbar nicht machbar war, weil der NPC auf seiner Farm keine Bäume zum Fällen hat. Kurz, man kann zwar nicht alle Quests ohne Nachbarn machen, aber weiterspielen kann man trotzdem. Grafik und Animationen sind ziemlich gut und das Retro-Futuristische Design (don’t ask) ist eine Abwechslung zur üblichen Landlebenidylle.

The Hunger Games Adventures

Das Spiel zum Film (und Buch) hat mich positiv überrascht. Vom Spielprinzip her ist es eine Art Adventure: Man erledigt verschiedene Aufgaben für Charaktere, die man aus dem Film oder Buch kennt (zeitlich ist es vor dem Film/ersten Band angesiedelt.) Man lernt von Katniss jagen, von Peeta Brot backen, nüchtert Haymitch aus, hilft Cinna beim Kostüme schneidern usw. Wobei, bevor sich jemand aufregt: Adventure ist es nur insoferne, dass man Aufgaben erledigen muß, aber es ist immer klar und deutlich mit Pfeilen markiert, wo man klicksen muß.
Das Spiel beginnt in Distrikt zwölf, im späteren Verlauf besucht man aber auch die Hauptstadt und im Moment bin ich gerade auf dem Weg nach Distrikt 11. Einmal besuchte Schauplätze kann man jederzeit wieder besuchen um Ressourcen zu sammeln. Selbige braucht man in erster Linie für die Erweiterung der eigenen „Basis“, einem Versteck im Wald. Hier errichtet man Werkbank, Backofen, Lagerfeuer etc. die wiederum Dinge produzieren, die man (teilweise) in den Quests benötigt. Sämtliche Resourcen für die Erweiterungen können gefunden werden, auch wenn der Questtext empfiehlt, seine „Freunde“ zu fragen. Feuer zum Beispiel gibt es in den Laternen und so weiter. Bislang war das Spiel komplett ohne Freunde zu bewältigen, lediglich die Quest „Lade Freunde ein“ ist ohne „Freunde“ nicht machbar. (Wer hätte das gedacht!). Allerdings wüßte ich nicht, wieso mich das stören sollte.
Sogar die in den meisten Spielen dieser Art nur mit „Freunden“ zu bewerkstellende Erweiterung der bebaubaren Fläche des Verstecks benötigt keine Freunde, sondern Anstecknadeln die man am Ende jedes „Kapitels“ (Questreihe) bekommt.
Grafik und Animationen finde ich für eine Facebookspiel sehr gelungen, die Musik dürfte aus dem Film stammen und weiß auch zu gefallen. Das Spiel befindet sich noch in der Betaphase, wird aber laufend erweitert und läuft stabil. Das einzige was mir technisch abgeht, ist eine Vollbildschirm-Option.
Von den heute vorgestellten Spielen mein Favorit. Es ist zwar keine Herausforderung, aber die Atmosphäre passt und mir macht es Spaß, auch wegen der immer wieder neuen Questgeschichten. Zwar sind alle Quests auf die selbe Weise bewältigbar: indem man irgendetwas anklickt (was Energie verbraucht, die sich langsam wieder von alleine füllt). Aber jede Quest hat eine Geschichte und das mag ich. Das „abernten“ der diversen Bauten im Versteck kostet übrigens keine Energie ist aber dafür mit einem Timer versehen, der von 30 Minuten bis 12 Stunden reicht.
Update 14.6.2012: Ab heute kostet das Anklicksen der Bauten im Versteck auch jeweils Energie. Offenbar spielen die Leute schneller als die Firma neue Inhalte produzieren kann 🙂 Das verlangsamt das Fortkommen im Spiel ein wenig, aber es ist immer noch ohne Freunde Spielbar.
Update: 26.6.2012: Scheint sich doch nur um einen temporären Glitch gehandelt zu haben, in letzter Zeit weider keine Energiekosten im Versteck.

Viel Spaß beim Klicksen wünscht
wortschmied
________________________

Teil 1 der Serie findet man hier
Teil 2 der Serie findet man hier
Teil 3 der Serie findet man hier

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From → Interludum

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