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Interludum: Kingdoms of Alamur: Reckoning

17. April 2012

Nachdem ich die letzten Wochen recht heftig Skyrim gespielt habe und mein zweiter Charakter nun schon Level 54 ist, die Hauptquest und alle Daedraquests erledigt hat und Jarl jeder Reach und Erzmagier, Gildenchef der Diebesgilde, Chef der Champions und Zuhörer der Assasinnen in Personalunion ist, schien es Zeit für ein wenig Skyrimpause. Also hab ich mir Sonntag abends Alamur gegönnt und zwar über Steam weil dann brauchts keinen Originaccount zum spielen (zumindest nicht für den Singleplayer und Multiplayer interessiert mich nicht). Eigentlich wollte ich damit ja warten bis es billiger geworden wäre, aber Sonntagabends war ich in einer „eh wurscht“ Stimmung. Egal.
Ich hab Alamur also noch nicht wirklich lange gespielt, sprich ich bin noch im Startgebiet und hab gerade mal eine handvoll Quests erledigt. Aber in Ermangelung sonstigen Schreibstoffes geb ich trotzdem kurz meinen Senf dazu ab.

Der Umstieg von Skyrim auf Alamur ist wie der von Vollkornbrot auf ein Sackerl Zuckerl. Die Optik von Skyrim ist rauh und schmutzig, die von Alamur ist sauber und buuunt. Wenn man in Skyrim Kompass und Karte abdreht dann kann man sich ohne große Mühe verlaufen. In Alamur eher nicht, weil die Gebiete klar voneinander abgegrenzt sind. Was die Questgeschichten angeht, sind die vom Tonfall her gar nicht so unterschiedlich, allerdings ist Alamur durch seine Comicoptik und die sparsame Gesprächsmimik etwas benachteiligt beim Erzählen derselben.
Das Kampfsystem beruht auf denselben Grundlinien: Magie, Nahkampf, Bogen und denselben „Klassen“: Krieger, Schurke, Magier, unterscheidet sich aber in der Ausführung die bei Alamur wesentlich dynamischer ausfällt. Um es geschönt auszudrücken (muttu ganz viel klicksen mit die Maus und drücken auf die Tasten von die Tastatur, ey du!). Und es baut auf Kombos auf, was ich weniger zu schätzen weiß. Immerhin scheint die Sache relativ fehlerfrei zu funktionieren.
Crafting gibts auch: Alchemie, Schmieden und Edelstein(Gemmen)schleifen, wobei letztere nicht zur Dekoration dienen, sondern zum verbessern der Waffen und Rüstung. Housing gibt es laut Handbuch auch, kann ich noch nichts dazu sagen, bislang ist mir noch kein Makler begegnet. Mal abgesehen davon, dass ich mit meinen paar Goldmünzen grade mal meinen Dietrichvorrat beim Händler auffüllen kann bevor ich pleite bin.

Ein erstes Fazit zu Alamur würde im Moment so lauten: Sieht aus wie Wold of Warcraft und spielt sich wie Diablo. Oder so. Macht Laune ist aber wesentlich weniger „immersiv“ als Skyrim.

UPDATE 03.05.2012:

Mittleweile habe ich Alamur einmal durchgespielt, darum noch ein paar ergänzende Worte.

Zuerst ein paar Kritikpunkte:

– Es gibt Rüstungssets zu finden, was bedeutet, je mehr Teile man von einem Set anhat, desto mehr zusätzliche verbessernde Werte gewähren sie. Gute, wenn auch nciht neue Idee. aber schlecht umgesetzt. Das finden der Teile ist fast ausschliesslich dem Zufall überlassen. Was bedeutet, bis man zufällig, wenn überhaupt alle Teile eines Sets gefunden hat, dass auch noch zur gewählten Klasse passt, ist es nahezu immer schon nutzlos.

– Zuwenig Stauraum. man bekommt zwar relativ früh eine Diablo-artige Kiste auf die man von mehreren Plätzen im Spiel zugreifen kann (was aber aufgrund der Schnellreisefunktion eh wurscht wäre), aber die hat gerade mal 150 Plätze. Will man auch nur  alle gefundenen Setteile aufheben, wird der Platz schon eng. Die ausserdem im Spiel findbaren „Unique-Epics“ noch gar nicht miteingerechnet. Ebenfalls findbare Bücher die wie in den TES-Spielen auch schon mal in mehreren Bänden daherkommen haben da ebenfalls keinen Paltz. Ich frage mich wirklich was sich die Spieldesigner dabei gedacht haben sammelbares ins Spiel zu integrieren und dann keinen Platz zum aufheben dafür zur Verfügung zu stellen. Für den Jäger und Sammler-Speiltyp, der ich nun mal bin, eine heftiger Minuspunkt.

– Die Nichtkampffähigkeiten: Erstens kann man sie bei sorgfältiger Vorgehensweise bis auf einen alle aufs Maximallevel ausbauen (88 von 90 nötigen Punkten), zweitens sind sie bis auf „Vestecktes entdecken“ eher nutzlos. Schmieden braucht man nur, wenn man sich eine Ausrüstung mit ganz bestimten Werten zusammenbasteln will, brauchbares findet man jedoch genug einfach so beim questen. Alchemie ist auch eher nutzlos, da man die Tränke genausogut kaufen kann und ab etwa Level 15 sowieso mehr Gold hat als man ausgeben kann. Ich hab das Speil glaub ich mit über 2 Millionen Goldstücken beendet. Verstohlenheit läßt sich durch einen Unsichtbarkeitstrank ersetzen. Das Schlösser knacken Minispiel ist auch ohne Skill recht einfach (find ich zumdinest) der Skill daher eher unnötig. Bannen ist schwieriger, aber da der Inhalt einer Kiste nicht zerstört wird wenns daneben geht, schluckt man halt nen Heiltrank oder läßt sich beim Heiler den Fluch entfernen und fertig. Und so weiter. Wirklich sinnvoll erscheinen mir nur „Verstecktes entdecken“ und „Überredung“.

– Man kann im Spiel tatsächlich mehrere Häuser erwerben, abermehr als das erste braucht man eigentlich nicht, weil die weiteren um nichts mehr bieten als das erste.

– Die Laufwege sind teilweise sehr lang. Das kommt vermutlich daher, dass es als MMO geplant war, aber es ist trotzdem ein wenig öde. Vorallem wenn ich in einem der erwerbaren Häuser erst eine gefühlte Minute vom Bett zur Ausgangstür laufen muß finde ich dass nicht wirklich gut.

was ich gut fand:

– ein paar der Quests wussten trotz der suboptimalen Präsentation durchaus zu fesseln.

– Das Kämpfen macht meistens Laune, trotzdem ich kein Fan von Kombo-Kämpfen bin. Und die Kampfanimationen sind wirklich sehr gelungen.

Fazit: Unterhaltsam für zwischendurch, für ein Must-have aber noch zu viele Spiel-Design Mängel. Ist für mich mehr ein Kloppspiel als ein Rollenspiel.

Der DLC Legend of Dead Kel, denn ich mir beim Steamsale drei Tage nach dem ich das Hauptspiel zum Vollpreis erstanden habe (Nag Nag) zugelegt habe, ist sein Geld wert, das Haus ist interessant erweiterbar, eine Menge recht guter Quests und der unterhaltsamste NPC (Kapitänin Brannigan) überhaupt.

-+-

Was das Schreiben anlangt hatte ich um das Wochenende einen kleinen Durchhänger (aber he andererseits:  die „ein Satz pro Tag Regeln“ sagt nirgends, dass der Satz mehr als fünf Worte haben muß), gestern ging es dann wieder etwas besser, mal sehen wie es im Anschluß an das Bloggen heute geht.

Eine Frage noch bis zum nächsten Mal: was befindet sich hinter Ihnen auf der Straße, wenn sie ein rhythmisches Fauchen hören? Also im Jahr 1865 in einem Steampunkuniversum? Auflösung gibt es das nächste Mal, zu gewinnen gibt es nichts. Das dient nur der Demonstration, dass man als aus der Übung gekommener MGA manchmal schon eine Viertelstunde verplempert, sich Geräusche in Sounddatenbanken im Internet anzuhören, weil einem einfach nicht die richtigen Worte einfallen wollen, um ein relativ simples Geräusch zu beschreiben.

Grüße
WS

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From → Interludum

One Comment
  1. Krimzon permalink

    Hmm … was sehe ich, wenn ich, jenem Geräusch folgend, mich umdrehe ….

    Schurli Treuhertz, einen findigen Straßenmusikanten, der seine Drehorgel mittels Dampfantrieb automatisiert hatte, und nun forschen Schrittes durch die Straßen läuft – ebenjenes Gerät auf den Rücken geschnallt, um es der Welt zu präsentieren.
    Der Prototyp war noch recht klobig und unhandlich, erreichte er doch die Dimensionen des Marschgepäcks der hochkaiserlichen Tal-und Gebirgsjäger. An Gewicht übertraf er es sogar.
    Auch die Qalität der musikalische Beschallung war noch ein wenig unbefriedigend. Erst in unmittelbarer Nähe zum Gerät konnten die lieblichen Weisen halbwegs klar vernommen werden. Aus größerer Entfernung klang es mehr nach besagtem rhythmischen Fauchen, wobei nicht ganz klar unterschieden werden konnte, wessen Fauchen vernehmlicher war: das der Maschine, oder das des Trägers.
    Der Erfolg als Erfinder der Wundersam Anmutenden Lieblichen Klangmaschine Mechanisch Automatischer Natur blieb ihm leider verwehrt. Er fand ein jähes, wenngleich spektakuläres, Ende, als er an einem – sehr – heißen Sommertag auf unbeschatteten Wegen sein Musikgerät auf Volldampf betrieb.

    Zu einer gewissen Berühmtheit gelangte Schurli Treuhertz dennoch, aber das ist eine andere Geschichte ….

    Und habe ich das Nichts gewonnen? 😉

    Gruß Krimzon

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