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Deception…

14. Februar 2012

… zu Deutsch soviel wie Irreführung, Täuschung, Schwindel, ist der Titel des neuen Mass Effect Buches. Und wie es scheint, ist der Titel weitaus zutreffender als man als Leser wünschen würde.

Mass Effect und das dazugehörige Science Fiction Universum, begann sein Dasein als Rollenspiel für die XBox im November 2007. 2008 erschien es dann auch für den PC. Als Trilogie ausgelegt, wurde 2010 der 2te Teil veröffentlicht und im März 2012 wird der dritte Teil erscheinen. Von Kritikern und der p.t. Spielerschaft hochgelobt (zu Recht meiner Meinung nach) war es nur eine Frage der Zeit, bis die Rechteinhaber auf die Idee kamen, das sehr detailiert ausgestaltete Universum in dem sich die Geschichte um Commander Shepard abspielt, auch anderweitig gewinnbringend zu verwerten. Also erschienen in Folge drei Bücher, geschrieben vom Drehbuchautor des Spieles, Drew Karpyshyn. Diese ergänzten die Geschichte der Spiele und fanden, soweit ich weiß, wohlwollende Aufnahme bei den Fans.

Am 31. Jänner 2012 erschien nun Deception als viertes Buch. Dieses allerdings wurde nicht mehr von Karpyshyn geschrieben, der wohl mit der Fertigstellung von Teil drei beschäftigt war, sondern von William C. Dietz. Selbiger hatte mit Science Fiction durchaus schon Erfahrung vorzuweisen, unter anderem durch vier im Star Wars Universum angesiedelte Bücher. Anders als Karpyshyn, der mit dem Mass Effect Universum seit Beginn vertraut ist, ist es Dietz offenbar nicht. Was ja nicht so schlimm wäre, schliesslich kann man ja recherchieren. Und ich persönlich kann mir eine Menge unangenehmerer Dinge vorstellen, als zur Recherche für ein Buch zwei sehr gute CRPGs zu spielen. Was Herr Dietz aber offenbar nicht getan hat. Denn Deception strotzt dermassen von Fehlern, dass Fans sogar ein eigenes Google Dokument zur Dokumentation erstellt haben. (Hier) Das sich bei komplexeren Geschichten ein paar Fehler einschleichen kann schon passieren, aber die Fehler in Deception sind mächtig, groß und heftig. So als würde man in einem Star Trek Buch behaupten Spock hätte runde Ohren und Kapitän James T. Kirk würde zölibatär leben. Dass sich die Leser, die sich wohl hauptsächlich aus den Fans der Spiele rekrutieren und daher das Universum sehr gut kennen, jetzt ein wenig irregführt und getäuscht vorkommen, ist wohl nachvollziehbar.

Das ganze Disaster ist aber nicht ohne eine ordentliche Portion Ironie: Ein Buch zu einem Computerspiel erscheint völlig verbugt. Und soll, laut Aussage von Bioware, mit der nächsten Auflage von den gröbsten Fehlern bereinigt werden, gepatcht gewissermassen. Jetzt fehlt nur noch, dass sie den Patch automatisch per Update an alle versenden, die es als E-Book gekauft haben.

Over and out
WS

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