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Cozy…

29. November 2011

… ist englisch und bedeutet soviel wie gemütlich, behaglich

Weihnachten ist für mich eine schwer erträgliche Ansammlung merkantiler und sozialer Peinlichkeiten, die mir erheblichen Stress verursachen. Früher, als ich Weihnachten noch mochte, war der Advent eine meiner liebsten Zeiten im Jahr. Von der Aussicht  fröhlich gestimmt, auf zwei Wochen ohne Schule/Studium/Arbeit, ein paar nette Filme im ORF (damals gab es noch keine Privatsender, liebe Kinder), gutes Essen und derlei mehr, lies ich es auch schon vor Weihnachten etwas ruhiger angehen. Die Tage waren kurz und kalt (nun gut, dass zumindest sind sie auch heute noch) und prädestiniert dafür, es sich auf der Couch behaglich zu machen und ein paar Lieblingsbücher wieder zu lesen. Und, warum auch immer, am passendsten zu dieser Jahreszeit fand ich sogenannte Cozy-Krimis. Soweit mir bekannt ist, gibt es dafür keinen deutschen Begriff, sorry. Die zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist in einer ländlichen Gemeinde spielen, mit relativ wenig Brutalitäten und Grausligkeiten auskommen und die Geschichte – abgesehen davon dass es meist immer noch um Mord geht – humorvoll ist. Wer des englischen mächtig ist kann hier: http://www.cozy-mystery.com/index.html ein wenig nachlesen.

Eingedenk jener glücklicheren Tage habe beschlossen, diese Tradition wieder aufleben lassen. Erstaunlicherweise scheint es tatsächlich zu funktionieren. Um von einem vollen Erfolg zu sprechen ist es noch zu früh – schliesslich haben wir gerade erst seit zwei Tagen Advent – und vielleicht sind es auch nur die durch die Lektüre wachgerufenen alten Empfindungen, aber das schon vergessen geglaubte Weihnachtsgefühl von geborgener Behaglichkeit blitzte zwischen dem Umblättern der  Seiten immer wieder auf.
Wer also auf der Suche nach der Weihnacht vergangener Jahre ist, kann es ja mal mit der Lektüre alter Lieblingsbücher versuchen. Müssen ja nicht unbedingt Krimis sein, das Mord und andere Verbrechen weihnachtliche Gefühle auslösen, dürfte vermutlich mehr meiner verqueren Psyche zu verdanken sein, als dass es eine allgemeingültiges oder zumindest verbreitetes Phänomen wäre.

Um eventuelle Neugier zu befriedigen, bislang habe ich gelesen:

Schlaf in himmlischer Ruh‘ – Charlotte MacLeod
…freu dich des Lebens – Charlotte MacLeod

und aktuell lese ich gerade:

Tod im Hexenwinkel – John Dickson Carr

Alles Bücher die ich schon lange besitze, keine Ahnung, ob sie zur Zeit erhältlich sind. (ok, habe gerade kurz bei Amazon geguckt: „Schlaf in himmlischer Ruh“ gibts in 11 gebraucht angeboten zum Beispiel).

Wünsche einen behaglichen Advent
WS

 

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