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Ressource: Hohes Fieber

22. Februar 2011

eine Ressource für Schreiberlinge – keine medizinischen Ratschläge (falls jemand über Google hier gelandet ist)

Da mir Anfang letzter Woche ein übelwollender Virus heftig eins übergebraten hat, war ich eine Woche im Krankenstand und daher gab es auch keinen Blogeintrag.

Andererseits hat für einen MGA jede Erfahrung, und sei sie noch so unerfreulich, auch etwas Gutes: Man tut sich im Nachhinein leichter darüber zu schreiben. Bevor ich allerdings alles vergesse und damit nicht jeder MGA sich mit hohem Fieber ins Bett legen muß, habe ich mir gedacht, wieso nicht eine Ressourcensparte aufmachen. Schließlich gibt es für alles mögliche, von Kampftechniken angefangen bis zu den detailierten Auswirkungen von Giften, schon Nachschlagewerke für Autoren. Untenstehendes basiert auch lediglich auf meinen eigenen Erfahrungen, keine Ahnung wie allgemein gültig diese sind. Aber als Ausgangspunkt für eine schöne regressive Szene (alles ist schief gegangen und jetzt liegt der Held auch noch mit wirren Fieberträumen krank darnieder) gegen Ende von Kapitel 3 sollte es reichen.

HOHES FIEBER

– Die Hirnmasse, an die man normalerweise keinen Gedanken verschwendet, macht sich bemerkbar, man kann sie „spüren“, als hätte sie plötzlich innerhalb des Kopfes Eigenleben entwickelt. Erscheint etwas schwerer als Watte, nicht unangenehm aber ungewohnt. Ausser man hat Kopfweh, dann gewinnt das Kopfweh den Aufmerksamkeitsbewerb.

– Die Geschmacksnerven sind abgestumpft. Ein Schokosnack schmeckt einfach nur unerträglich süß und nicht nach Karamel, Schokolade und Keks (zBsp.) Nur jeweils der stärkste Geschmacksreiz scheint sich durchsetzen zu können.

– Nicht nur Nahrungsmittel verlieren die eingeschränkten Geschmacksnerven stark an Reiz, auch Kaffee und Zigaretten verlieren stark an Anziehungskraft. (Da sag mal einer, krank sein wäre nicht gesund)

– häufig Gliederschmerzen, als ob die Knochen im Körper verspannt wären.

– Starker Schüttelfrost (auch wenn man schön warm eingepackt ist) wechselt sich mit Schweißausbrüchen ab.

– Wenn es einen nicht gerade schüttelt oder durchglüht, gibt es als Variante auch noch vom Rückgrat ausgehende Gänsehautwellen.

– Übelkeit tritt auch auf. Ob von den Medikamenten oder vom Fieber bin ich nicht ganz sicher.

– Man schläft unruhig, die Träume neigen zu Endloswiederholungen, die man auch bei Erkenntnis, dass es ein Traum ist, nur schwer abstellen kann.

– Eine der Nächte bin ich mehrmals mit großem Durst aufgewacht, als wäre ich grade durch eine Wüste gelatscht, obwohl ich eigenltich recht viel getrunken hatte.

– Längeres Lesen, Fernsehen oder am Computer sitzen ist nicht möglich, weil das Hirn anfängt zu brummen und dann mehr oder weniger abschaltet.

-+-

Leicht makaberer Eintrag, aber wer sagt, dass das Leben und Geschriebenes nicht auch mal makaber ist.

Grüße
WS

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