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LMGA: Inspiration

8. Februar 2011

Eine Theorie

Als Inspiriation bezeichnet man gemeinhin eine plötzliche Eingebung, eine Idee, den Keim zu etwas Neuem. Inspirationen sind sehr beliebt bei Leuten die ein Problem zu lösen haben, für das es auf den ersten Blick keine Lösung gibt und bei Leuten die kreativ tätig sind. Wobei Letztere zu den Ersteren zählen, nur dass sie immer dasselbe Problem auf immer neue Weisen zu lösen versuchen.

Auch MGA’s sind immer auf der Suche nach Inspiration, sei es grundlegender (Was soll ich schreiben?) oder spezifischer Art (Wie kann ich den Charakter/die Szene interessant machen?).  Ich habe keinerlei wissenschaftlich fundierte Ahnung, wie Inspiration funktioniert. Ich habe vermutlich ein oder zwei Bücher über Kreativität gelesen und wie man sie weckt. Allerdings dürften sie nicht allzu beeindruckend gewesen sein, weil erinnern kann ich mich nicht daran. Das kann aber auch an meinem fortgeschrittenen Alter und/oder meinem zur Zeit von stupider Fließbandbüroarbeit ausgelaugtem Hirn liegen. Egal.

Wenn man keine Ahnung hat, kann man immer noch einfach etwas erfinden. Politiker tun das unerlaubter Weise ständig, als Autor erzählender Texte darf man das auch erlaubter Weise. Also das Folgende bitte lesen als stünde es in einem Buch aus der Sparte Fiktion, nicht in einem der Sparte Sachbuch! Die Grundlage (die Existenz von Inspirationspartikeln) für die folgende Theorie stammt von Terry Pratchett, allerdings weiß ich jetzt auf die schnelle nicht mehr, aus welchem/n seiner Bücher. Wer es genau wissen will, möge einfach alle seine Bücher lesen, sollte man meiner Meinung nach sowieso.

Inspirationen werden ausgelöst durch Inspirationsquanten. Diese wiederum existieren je nach Betrachtungsweise, wie ihre Verwandten die Quanten, in Teilchen- und/oder in Wellenform. Treffen sie in ihrer Wellenform auf den Inspirationsempfänger lösen sie eine Inspiration aus. Inspirationsquanten finden sich praktisch überall. In Gegenständen sind sie in Teilchenform enthalten und müssen erst durch die richtige Betrachtungsweise in Wellenform gebracht werden, damit sie eine Inspiration auslösen können. In Menschen Gesprächen, Ereignissen und sind sie bereits in Wellenform enthalten.

Inspirationsquanten gibt es mehr als genug. Allerdings ist es, auch wie bei den normalen Quanten, nicht ganz einfach ihrer habhaft zu werden. Wenn sie noch in Teilchenform sind muß man sie ausserdem zuerst in Wellenform transformieren. Transformation ist hier auch die Antwort auf die Frage nach dem wie.

Beispiel (auch wenn einige meiner Leser keine Beispiele mögen,  aber die können ja beim nächsten Absatz weiter lesen) Wie bringe ich die Inspirationsquanten einer Blumenvase in die für mich nützliche Wellenform? Kommt darauf an, was für eine Inspiration man gerade sucht. Angenommen MGA auf der Suche nach einem Plot. Man stelle sich vor, die Vase wäre im Besitz des Helden/der Heldin. Was für eine Art Person würde so eine Vase besitzen? Wie ist diese Person in den Besitz gerade dieser Vase gelangt?
Oder: Wenn diese Vase ein Raumschiff wäre, welche Art Spezies würde derartige Raumschiffe bauen? Und warum?
Ist man kein MGA sondern ein zum Beispiel Firmenchef einer Zuckerlfabrik auf der Suche nach einem neuen Produkt: wenn die Vase eine Süßigkeit wäre, wie würde sie schmecken? Könnte man dazu passende Zuckerlblumen erzeugen? Etc. usw.
Der Trick (oder die Methode) ist also, den Gegenstand als etwas anderes zu betrachten, oder in einer anderen Umgebung/Situation. Wobei das nicht die einzige Methode ist, denke ich, aber eine die immer anwendbar ist.

Nun haben wir also unser begehrtes Inspirationsquantum in Wellenform. Jetzt gilt es nur noch, es auch zu sehen bzw uns von ihm treffen zu lassen. Das ist auch nicht ganz leicht. Manche Menschen, gemeinhin als Genies bezeichnet, haben von Haus aus einen sehr starken Empfänger für Inspirationsquanten. Der Rest von uns muss etwas Mühe investieren um mit der zur Verfügung stehenden Empfangsanlage auch tatsächlich etwas zu empfangen. Auch hier gibt es kein allgemeingültiges Rezept, aber zwei allgemein gültige Regeln.

1. Auf Empfang schalten. Zwar sind wir das in gewissen Maß immer, aber es macht einen Unterschied ob man auf Standby rumläuft oder mit aktivierter Anlage. Die Anlage aktivieren bedeutet, das aktuelle Problem im Hinterkopf zu behalten. Aber nicht darauf rumkauen! Was nicht so einfach ist, aber Übung macht den Meister/die Meisterin.

2. Aktiv Inspirationsquanten in Wellenform zu überführen. Oft ist die gewonnene Inspiration zwar eher amüsant als alltagstauglich aber mit jedem empfangenen Inspirationsquantum wird auch die Empfangsanlage ein wenig stärker.

Zum Schluß möchte ich noch auf ein kleines (weil leicht und ohne Inspiration zu lösendes) Problem aufmerksam machen. Der Empfang von Inspirationsquanten hält sich nicht an regelmäßige Arbeitszeiten. Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass das Gegenteil der Fall ist, und einen die Inspirationsquanten mit Vorliebe ungünstigen Zeitpunkten treffen. Auch haben sie eine gewisse Neigung (sind ja Quanten) flüchtig zu sein, also von der lesbaren Wellenform wieder zurück in die Teilchenform zu wechseln. Daher: Sobald wie möglich aufschreiben, notieren, der Sekretärin diktieren. Was auch immer. Auch wenn auf den ersten Blick noch nicht alles ganz klar erscheint, immer noch besser als alles zu vergessen und wieder ganz von vorne anfangen zu müssen.

Schubidua und Aus!
WS

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From → LMGA

One Comment
  1. spirukryon permalink

    Inspiration ist alles. Lasse alles auf dich zukommen und handele aus dem Bauch heraus.

    Das ist seit Jahren meine Devise.

    Und ja, aufschreiben ist wichtig, denn die Inspiration ist sehr flüchtig.

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