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Salamis, Verschwörungstheorien und Latein

1. Februar 2011

Wie ich vor nicht allzu langer Zeit hierorts geschrieben habe, habe ich ein Problem mit Ausdauer und Durchhaltevermögen bei längeren Schreibprojekten. Weswegen ich beschlossen habe, die Riesensalami „Roman“ in kleine verdaubare Häppchen aufzuteilen. Guckst du hier.

Bevor man eine Salami aber in Scheibchen schneiden kann, muß man erst einmal eine Salami haben. Um im gewählten kulinarischen Vergleich zu bleiben: Was existierte als ich zu schreiben begann, war die Wursthaut, die Größe und Form bestimmt. Und ein paar Brocken Wurstfüllung, allerdings nicht genug, um die Haut wirklich schön prall zu füllen. Und wer will schon eine schlaffe Salami?

Problem erkannt, Problem gebannt. Noch nicht ganz, aber ich bin dabei. Genauer gesagt bin ich zur Zeit dabei, eine etwa fünf Seiten lange Zusammenfassung des Inhalts zu schreiben. Was eine gute Sache ist. So entdeckt man Dinge die im Kopf brauchbar aussahen und am Papier plötzlich ihre Macken offenbaren.

Ich habe auch ein zweites Dokument angefangen mit Charakterisierungen der Hauptfiguren und wie sie auf einander reagieren würden, wenn sie sich denn träfen. Eine Idee die mir beim Ansehen von „Sherlock Holmes“ gekommen ist. (den von 2009 mit Robert Downey Jr und Jude Law; Ich fand ihn sehr unterhaltsam und ein gelungenes Aggiornamento.) Nicht dass sie sich alle treffen werden, aber mir ist das eine gute Hilfe, meine Charaktere besser zu verstehen. Ausserdem entdeckt man so dräuende Probleme (keine Konflikte, da alle einer Meinung: Ergebnis: Langeweile beim Leser) aber auch Möglichkeiten handlungsarme Szenen mit Streitgesprächen aufzupeppen.

Falls jetzt jemand die kluge Frage stellt, wieso ich das nicht gleich von Anfang an so gemacht habe:

– Weil ich ein Schreibsprinter bin und losrenne in der Hoffnung, das die Strecke eher aus ist als mir die Luft ausgeht.
– Weil Schreiben mehr Spaß macht als Dinge aufschreiben.
– Weil ich ja sowieso ALLES im Kopf hatte. (Nicht!)
– Weil ich doof bin. (Zufrieden?)

Soweit der Status der Dinge.

Now for something completely different: Beim Recherchieren bin ich mehr oder weniger zufällig auf ein Forum für Verschwörungstheoretiker gestossen. Was soll ich sagen: tremendum et fascinosum (erschreckend und faszinierend, locker übersetzt). Ich bin ja WOW-Foren geeicht aber das…
Wobei: Zufällig war heute auch im WOW-Forum ein Verschwörungstheorie-Thread, betreffend der Warteschlangezeit für die Instanzen- und Schlachtfelder. Die Theorie war übrigens nach demselben Schema erstellt, wie diejenigen im Verschwörungsforum: der Grund für einen persönlich als unangenehm empfundenen Zustand ist eine Verschwörung von so mächtigen Personen, dass man keine Chance hat, etwas dagegen zu unternehmen. (ausser Foreneinträge zu erstellen) Was eine recht praktische Methode ist, zu vermeiden die Anstrengung zu unternehmen, selber etwas zu verändern. Weil sowieso aussichtslos und so.
Wobei: Nur weil es eine Verschwörungstheorie ist, bedeutet das noch nicht, das es nicht war ist. Aber: niemand ist oder war jemals so mächtig wie die mächtigen Leute in diesen Theorien.

Vale
WS

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