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Evaluierung

13. Januar 2011

Oder: Bitte lesen sind die Patchnotes

Nach rund 8 Monaten bloggen und Buch schreiben, wenn auch beides mit einigen kürzeren und längeren Unterbrechungen, und weil mehr oder weniger gerade ein neues Jahr angefangen hat, dachte ich es wäre zeit für eine kleine Evaluierung. Was sich im Blog ändern wird ist ab sofort unter Über diesen Blog zu finden.

Die Evaluierung des bislang geschriebenen Buchtextes ist sozusagen noch im Laufen. Nachdem ich jetzt recht lange nicht weitergeschrieben sondern bestenfalls rumgeschrieben habe, lese ich gerade alles von vorne. Nun sind rund 20.000 Worte ja nicht so eine große Menge Text aber mein Lesetempo ist dabei ungewöhnlich langsam weil ich so oft schmerzverzerrten Gesichts die Augen schliessen muß. Stilistisch ist meinem Empfinden nach eine leichte Verbesserung festzustellen, je länger der Text andauert, aber die Dialoge holpern zwischen Platidüden und Viertelwitzen hin und her, dass einem von dem Geschüttel übel werden könnte. Was aber, denke ich, in erster Linie ein Symptom ist für den Hauptmangel des Textes: den Figuren mangelt es an Charakter. Was nicht weiter verwunderlich ist, da ich zuerst den Grundplot der Geschichte hatte und die Figuren dann passend dazuerfunden habe. Was gutgehen kann, wenn man viel Übung hat und/oder einen Thriller schreibt wo sich die Handlung jede halbe Seite überschlägt, beides Dinge die in diesem Fall nicht zutreffen. Da sowohl die Protagonisten als auch die Antagonisten kluge Köpfe sind (hoffe ich) aber ich ausser dieser Tatsache (die sich aus dem Plot ergibt) nicht wirklich was über sie weiß, leidet auch der Plot und das Erzähltempo darunter. Wie sagte der Schauspieler zum Regisseur: „In der Szene gehe ich also da vorne über die Strasse. Okay. Aber was ist meine Motivation?“ Die Frage ist leider in der Tat nicht dumm. Kommt er von woher, geht er wohin, hat er es eilig, freut er sich auf etwas, über etwas? Kurz wenn man nur Handlung aber keine motivierten Figuren hat, dann bleibt auch das spannendste Geschehen blaß und leblos.

Was bedeutet ich werde mich wohl auf meine vier Buchstaben setzen müssen und meine Charaktere von den Marionettenführungsschnüren befreien und ihnen soviel Persönlichkeit verleihen müssen, dass sie sich auch von alleine bewegen.
Arbeit, Arbeit.

So long
WS

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