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G wie Geschenke

7. Dezember 2010

Das G aus dem Weihnachtsalphabet.

Alle mögen Geschenke, besonders der Einzelhandel.

Laut Wikipedia ist ein Geschenk die freiwillige Überlassung des Eigentums an einer Sache an jemand anderen. Eine Definition, die meiner Meinung nach allerdings bestenfalls an der Oberfläche kratzt, denn der eigentliche Knackpunkt bei Geschenken ist die Motivation. Diesbezüglich gibt es eine ziemliche Bandbreite, und Weihnachtsgeschenke bilden da (leider) keine Ausnahme.

Die reinste Form des Geschenks ist schenken als Ausdruck von Wertschätzung und/oder Liebe. Das Gute an dieser Form ist, dass es im Prinzip wurscht ist, was man schenkt, denn das eigentliche Geschenk ist es, dem Beschenkten seine Zuneigung/Liebe offen zu zeigen. Was man schenkt, ist eine Formfrage, aber nicht wirklich wichtig.  Behaupte ich jetzt. Auch ist die Fehlerquote relativ gering in diesen Fällen, was die Geschenkauswahl betrifft . Wenn man jemanden mag, macht man sich im Normalfall auch ausreichend Gedanken über das was. Leider ist diese Motivation zu schenken jedoch beileibe nicht die Einzige.

Da gibts die „Schau mal, was ich mir leisten kann, dir zu schenken“ Geschenke, die lediglich der Egopolitur des Schenkenden dienen. Die sind aber noch recht leicht zu verkraften, weil man solche Personen meist sowieso nicht mag. Ausserdem ist diese Art des Angebens eher aus der Mode gekommen. Bevor heutzutage ein Gstopfter mit Minderwertigkeitskomplexen jemand mit teuren Geschenken zu beeindrucken versucht, wird er eher einen exklusiven Weihnachtsurlaub buchen und dann damit angebend durch die Haushalte ziehen.

Dann gibts, quasi die umgekehrte Form, die „ich schenk dir was damit du mir auch etwas schenken mußt“ Geschenke. Ebenfalls, aus dem gleichen Grund wie im vorhergehenden Fall, relativ leicht zu ignorieren.

Dann wären da die Bestechungsgeschenke. Zugegeben im Familienkreis eher selten, dafür aber in Firmenkreisen gerade zu Weihnachten recht beliebt. Wenn man dem Geschäftspartner statt der üblichen Weinflasche, dem Kalender oder dem Kugelschreiber (oder eine beliebige Kombination dieser und ähnlicher Dinge) plötzlich eine Reise für 2 Personen oder das neueste elektronische Gadget aus dem Apfelgeschäft überreicht, dann tut man das mit dem Hintergedanken, dass er bei der nächsten Ausschreibung über den 10 Prozent höheren Preis hinwegsieht. Ist ja schliesslich (in den meisten Fällen) eh nicht sein Geld, sondern dass der Firma. Und die persönliche Umwegrentablität zählt ja schliesslich auch etwas, nicht wahr. Und so.

Mir fielen noch ein paar weitere Geschenksmotivationen ein, aber das heb ich mir für eine anderes Mal auf, weil sonst artet das hier in Arbeit für mich und die Leser aus. Selbst bei Zuneigungsausdrucksgeschenken wären noch einige Fallstricke zu erwähnen. Richtig schenken ist eine Kunst, hat einmal jemand gesagt (bilde ich mir zumindest ein) und Kunstwerke zu schaffen ist kein leichtes Unterfangen. Und nicht jeder kann ein Künstler sein, auch wenn man es noch so sehr sein möchte.
Aber, siehe Punkt eins, eine liebevoll geschenktes Sockenpaar ist zwar kein Kunstwerk, soferne der Beschenkte aber kein Vollkoffer ist, trotzdem ein gutes Geschenk. Vorallem wo Socken sowieso die ständige Angewohnheit haben, getrennte Wege zu gehen und einen offenbar unbändigen Drang zum Singledasein.

Gute(n) Abend/Nacht/Morgen/Tag
WS

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