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C wie Christkindlmarkt

3. Dezember 2010

Das C aus dem Weihnachtsalphabet

Ein Christkindlmarkt, auch als Advent- oder Weihnachtsmarkt bezeichnet, ist eine temporäre Ansammlung mobiler Verkaufsstände mit weihnachtlicher Thematik. Wobei unter temporär der Zeitraum des kaufmännischen Advents zu verstehen ist, also von kurz nach Halloween bis 24ten Dezember. Und unter weihnachtlicher Thematik, dass die angebotenen Waren in Beziehung zum Weihnachtsfest stehen.

Wobei der letzte Punkt vielleicht noch ein wenig eingehenderer Erläuterung bedarf. Prinzipiell kann man auf diesen Märkten 3 Warengruppen erwerben: Konsumierbares,  Spielzeug und Dekor.
Typisch weihnachtliche Speisen sind traditionellerweise Weihnachtsbäckerei, Lebkuchen Zuckerwatte und Langos. Die Auswahl an Getränken ist deutlich geringer und beschränkt sich auf verschiedene Arten von Punsch.
Das erhältliche Spielzeug ist meist diverses Kriegsgerät aus Plastik für die Jungen, ihrer Bekleidung nach zu urteilen völlig dem Konsumrausch verfallene Puppen für die Mädchen und pädagogisch wertvolles und daher stinklangweiliges Holzspielzeug für die Kleinsten.
An Dekor gibt es alles was das Herz des professionellen Christbaumschmückers begehrt. Wobei festzustellen ist, dass in den letzten Jahren der Trend zu kunsthandwerklichen Produkten geht. Das hat den Vorteil, dass die Fabriken auch die unregelmäßig geformten Ausschussware-Christbaumkugeln verkaufen können. Man behauptet einfach sie seien handgefertigt und verlangt einen höheren Preis dafür.

Noch anzumerken ist, dass Wien auch in diesem Bereich anders ist: Hier gibt es nur einen einzigen Christkindlmarkt, zu finden zwischen Rathaus und Burgtheater. Bevor jetzt allerdings jemand ob dieser Tatsache begeistert seinen Umzug zu planen beginnt: Alle anderen Märkte werden als Advent- oder Weihnachtsmarkt bezeichnet. Und deren gibt es unglaublich viele, in allen Variationen. Mittelalterlich (hier ist das Plastikkriegsspielzeug durch solches aus echtem Stahl ersetzt), kunsthandwerklich (50% teurere Preise auf alles) altwienerisch (mit Volksmusik und Kasperltheater) etc. p.p. Wollte man sie alle besuchen empfiehlt sich eine Woche Urlaub und eine Wochenkarte der Verkehrsbetriebe. Bei Schneefall alternativ zur Wochenkarte gutes Schuhwerk und eine ebensolche Kondition, da die öffentlichen Verkehrsmittel dann zu „unregelmäßigen Zugsfolgen“ neigen. Für Busse gilt dasselbe. Taxis kommen nur für sehr finanzstarke Personen als Alternative in Frage. Aber ein paar Blasen an den angefrorenen Zehen machen das Christkindlmarkteventserlebnis schliesslich erst richtig authentisch.

Over and out
WS

 

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