Skip to content

A wie Adventkalender

1. Dezember 2010

Das A aus dem Weihnachtsalphabet

Ein Adventkalender (in Deutschland lt Wikipedia Adventskalender) ist ein aus 24 einzeln zu öffnenden Einheiten bestehendes Konstrukt, welche mit Bildern oder Süßigkeiten oder kleinerem Spielzeug befüllt sind. Der Gebrauchswert ist altersabhängig.

Kinder:
Ihnen dient der Adventkalender dazu die verbleibenden Tage bis Weihnachten zu zählen und durch seinen Inhalt (kleine Geschenke) das Warten auf Weihnachten (große Geschenke) erträglicher zu gestalten.

Erwachsene:
Ihnen dient der Adventkalender als Gradmesser des weihnachtlichen Stresses wie folgt:

von 1 bis 9:
leichter, sich meist nur mental äussernder Stress. Gedanken wie „ich sollte mir langsam überlegen was ich wem zu Weihnachten schenke“ und „dieses Jahr besorge ich den Christbaum aber rechtzeitig“ häufen sich, wirken aber noch nicht bedrohlich.

von 10 bis 19:
Der Stresslevel steigt stetig.
Symptome:
-Vermehrtes Aufsuchen von Christkindlmärkten unter dem Vorwand, dass man dort ja eventuell das eine oder Geschenk finden könnte (trotz jahrelanger gegenteiliger Erfahrung), was zu übermäßigem Punschgenuß und Kopfschmerzen am nächsten Tag führt, der dann schon wieder ein Tag näher an Weihnachten ist. Was den Stresslevel erhöht. Was zu weiterem Punschkonsum (bald auch ohne Vorwand) führt.

von 20 bis 23:
Der Stresslevel steigert sich zu purer Hektik. Verzweifelte Spontaneinkäufe nutzloser Dinge treten gehäuft auf. Das Gehabe wird fahrig, der Punschkonsum steigt weiter an, um die Nerven zu beruhigen, die sich aufgrund der ebenfalls gestressten Menschenmasen sowohl in den Adventmärkten als auch in den Einkaufshäusern bereits in einem sehr instabilen Stadium befinden.

24:
Pure Panik. Der in letzter Minute besorgte Christbaum ist schief, bei den Krippenfiguren fehlen aus unerklärlichen Gründen Maria und Josef (die sich vermutlich vorzeitig Richtung Ägypten aufgemacht haben um dem Chaos zu entgehen), die echten Bienenwachskerzen sind zu einem homogenen Klumpen zusammengeschmolzen (das Kamisims war wohl doch nicht der ideale Aufbewahrungsort) und das Geschenkspapier wird jedes Jahr dünner und reißt schon wenn man es nur anschaut, geschweige denn versucht, etwas damit zu verpacken. Die Hände zittern, die Nerven flattern und das weihnachtsfriedliche Lächeln verzerrt sich zu einer schrecklichen Grimasse. Es empfiehlt sich, am Tag, an dem der Adventkalender die Nummer 24 anzeigt, seinen Mitmenschen nur mit äusserster Vorsicht zu begegnen oder Begegnungen erst in den Abendstunden (da ist dann eh schon alles zu spät und daher wieder wurscht) stattfinden zu lassen.

… to be continued (probably)
WS

Advertisements

From → Information

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: