Skip to content

LMGA: Routine, die

16. Mai 2010

Eintrag Nummer zwei im Lexikon für Möchtegernautoren

Wenn man zu schreiben beginnt, ob nach einer längeren Pause oder überhaupt, macht man eine Menge Fehler. Welche hängt vom einzelnen ab, aber Fehler wird man machen. Und damit meine ich nicht die Rechtschreib- und Grammatikfehler. (Wobei die modernen Textverarbeitungen da durchaus eine Hilfe sein können, wenn auch eine bei Zeiten recht penetrante. Es soll ja vorkommen, dass man absichtlich etwas falsch schreibt, weil zum Beispiel eine Figur Dialekt spricht, mein liebes Word. Grmbll. Egal. Ich schweife ab.)

Die Fehler die ich meine sind zum Beispiel in meinem Fall Endlossätze über vier fünf Zeilen. Oder die übermäßige Verwendung relativierender Adjektive wie gewissermaßen, möglicherweise und – mein Lieblingswort – irgendwie. Ich könnte die Liste noch fortführen aber irgendwie (tata!) denke ich es ist auch so klar was ich meine. Wenn man sich das Geschriebene durchliest, fallen die Fehler (hoffentlich) auf und man bessert sie aus. Keine große Sache, aber doch mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden.

Und nun die gute Nachricht: es wird besser. Es dauert zwar ein Weilchen – zwei Monate mehr oder weniger regelmäßiges Schreiben in meinem Fall – und das Hirn hat gelernt, auf die immer wiederkehrenden Fehler zu achten. Man macht sie weniger häufig beziehungsweise fallen sie einem gleich auf     .

Aber nicht nur Stil und Rechtschreibung werden besser, mir scheint es fällt mir jetzt auch ein wenig leichter, Szenen, Sachverhalte und Abläufe verständlich darzustellen. (Jetzt muss ich nur noch lernen, dass auch auf eine interessante Art zu tun.) Sozusagen den Film in meinem Kopf so auf das Papier zu bringen dass er auch im Kopf des Lesers ungefähr so abspielt. Wie bei einem echten Film hängt da viel von der Technik ab. Die richtigen Stellen ausleuchten, den Mikrofonarm nicht ins Bild hängen lassen, die Scharfstellung richtig fokussieren, die Schauspieler zu Höchstleistungen animieren, interessante Kameraeinstellungen finden und so weiter.

Kurz: nicht verzagen, man bekommt unweigerlich Übung mit der handwerklichen Seite des Schreibens. Dadurch gewinnt man Zeit und, in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, Hirnkapazität für die Feinheiten. Wer also regelmäßig schreibt, hat deswegen zwar noch keine gute Geschichte mit interessanten Charakteren aber er kann die Geschichte schneller zu Papier bringen und den nächsten Versuch starten. Ist doch gut, oder?

Grüße
WS

Advertisements

From → LMGA

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: